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News // Eillieferung per Pillentaxi

OBERBERG - Wer viel auf Oberbergs Straßen unterwegs ist, dem sind sicher die knuffigen bedruckten Kleinwagen mit der riesigen rot-weißen Kapsel am Heck bereits begegnet. „Unsere Pillentaxis sind echt ein super Hingucker, auf den uns viele Kunden ansprechen“, freut sich Katja Scheibe, Inhaberin der Falken-Apotheke in Drabenderhöhe.

Nur das dahinter steckende Angebot, über Internet und Telefon, Medikamente nach Hause oder an den Arbeitsplatz zu bestellen, werde noch nicht so recht angenommen. „Bislang nutzen die Kunden eher unsere klassischen Botendienste, etwa wenn ein Medikament nicht vorrätig ist oder bei Bettlägerigkeit.“

Deshalb wollen die fünf beteiligten oberbergischen Apotheker mit ihren sieben Apotheken mit Hilfe einer Werbeoffensive den Bekanntheitsgrad der Pillentaxis steigern, die seit kurzer Zeit in allen Gemeinden zwischen Marienheide und Morsbach unterwegs sind. „Wir wollen uns als Alternative zu den Internet-Apotheken präsentieren, indem wir kompetente Beratung vor Ort statt anonymem Versand anbieten“, betont Achim Schorde, der die Elefanten-Apotheke in Gummersbach führt. Über die Internetseite des oberbergischen Pillentaxi-Verbundes wird der Kunde zum Online-Auftritt der für seine Gemeinde zuständigen Apotheke weitergeleitet. Dort kann aus allen lieferbaren Arzneien, Kosmetika und Pflegemitteln ausgewählt werden. Bezahlt werden kann die Ware in bar beim Boten oder online per Kreditkarte oder Bankeinzug.

Vorreiter für Oberbergs Apotheker waren Kollegen aus Köln, wo das Pillentaxi schon länger zum Straßenbild gehört und dem Einkauf von Medikamenten übers Internet einen Sicherheitsaspekt bietet. „Wir stehen mit unseren Kontrollen hinter der Aktion“, sagt Kristina Pernutz, die sich mit der Brücken-Apotheke in Marienheide und der Adler-Apotheke in Eckenhagen an dem Einsatz der Fiats beteiligt. „Alles, was von uns ausgeliefert wird, das wird auch von uns kontrolliert.“

Katja Scheibe rechnet damit, dass die ansässigen Amts-Apotheker mit dem neuen Konzept Kunden von den Versandapotheken zurückgewinnen können, nachdem sie zuvor durchaus Umsatzeinbußen insbesondere bei Erkältungsmitteln und Großpackungen festgestellt hatte. „Wir sind schließlich auch schneller als die Versender und liefern bei Bestellungen bis 14 Uhr in der Regel noch am selben Tag aus“, nennt sie einen weiteren Vorteil.

Obendrein können die Kunden bei der Online-Bestellung auch Geld gegenüber dem Einkauf vor Ort sparen: Preisnachlässe gibt es auf die Angebote des Monats sowie pauschal auf alle Artikel, die nicht verschreibungspflichtig sind. Dazu liefert das Pillentaxi aber auch Medikamente auf Rezept: „Dabei holen wir beim Kunden das Rezept ab und liefern am nächsten Tag kostenlos das Medikament“, erklärt Achim Schorde. (mif / hh)

Veröffentlicht bei der Kölnsichen Runschau am 29.04.2011: http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1296685033933.shtml